Alles über GigE Vision

GigE Vision ist ein Schnittstellenstandard, der 2006 für industrielle Hochleistungskameras eingeführt wurde. Er bietet einen Rahmen für die Übertragung von Hochgeschwindigkeitsvideo und zugehörigen Steuerdaten über Ethernet-Netzwerke. Der Vertrieb von Software oder die Entwicklung, Herstellung oder der Verkauf von Hardware, die den Standard implementieren, erfordern die Zahlung von jährlichen Lizenzgebühren. GigE Vision basiert auf dem Internet-Protokoll-Standard. Ein Ziel ist es, die aktuellen Protokolle für Industriekameras zu vereinheitlichen. Das andere ist es, es Drittanbietern zu erleichtern, kompatible Software und Hardware zu entwickeln. Da GigE Vision kein offenes Protokoll ist, ist für die Entwicklung von GigE-Kameratreibern eine spezielle Lizenz erforderlich.

Welche Art von Elementen gibt es hier?

GigE Vision hat diese Hauptelemente:
  • GigE Vision-Steuerungsprotokoll: Läuft auf dem UDP-Protokoll. Der Standard definiert, wie Geräte gesteuert und konfiguriert werden. Er legt Stream-Kanäle und die Mechanismen zum Senden von Bild- und Konfigurationsdaten zwischen Kameras und Computern fest.
  • GigE Vision-Stream-Protokoll (GVSP): Läuft auf dem UDP-Protokoll. Deckt die Definition von Datentypen und die Art und Weise ab, wie Bilder über GigE übertragen werden können.
  • GigE Device Discovery-Mechanismus: Bietet Mechanismen zum Erhalt von IP-Adressen.
  • XML-Beschreibungsdatei auf der Grundlage eines durch den GenICam-Standard der European Machine Vision Association definierten Schemas, das den Zugriff auf Kamerasteuerungen und Bildströme ermöglicht.

Weitere Informationen über Gigabit Ethernet & GigE Vision (Und wie wähle ich den richtigen aus?)

Im Laufe der letzten Jahre wurden bei der klassischen analogen Kameraschnittstelle immer wieder neue Standards eingeführt, die jedoch durch individuelle proprietäre Lösungen der jeweiligen Hersteller die Programmierung und Integration der Kameratechnik für den Anwender erschweren. Die letzte, aktuelle Entwicklung auf dem Markt der industriellen Bildverarbeitung ist der GigE-Vision-Standard. Er definiert sowohl den Hardwarestandard in Form der weit verbreiteten Gigabit-Ethernet-Schnittstelle als auch den Softwarestandard für das Kommunikationsprotokoll. Die sogenannte GenICam-Schnittstelle – generische Programmierschnittstelle für alle Arten von Kameras – ermöglicht einen herstellerübergreifenden Standard und den Zugriff auf die Funktionalitäten der Geräte und ist Teil des GigE-Vision-Standards. Proprietäre Sonderlösungen werden vermieden. Zum Schluss noch die letzte: Welche Kamera sollten Sie wählen? Natürlich ist es nicht einfach, deshalb hier ein paar Tipps. Stellen Sie sich die folgende Frage: Was möchte ich fotografieren? Wenn Sie wissen, was Sie fotografieren wollen, dann können Sie bereits mit der Suche nach einer geeigneten Kamera beginnen. Grob gesagt gibt es drei Arten von Kameras zur Auswahl: Kompaktkameras, Systemkameras und Spiegelreflexkameras. Eine Kompaktkamera hat ein festes Objektiv, und im Falle einer Systemkamera und einer Spiegelreflexkamera entscheiden Sie selbst, mit welchem Objektiv Sie fotografieren oder filmen. Auch etwas über Geschwindigkeit. Die Geschwindigkeit einer Kamera ist sicherlich etwas, das man berücksichtigen sollte. Wenn Sie häufig sich bewegende kleine Kinder oder Tiere fotografieren, benötigen Sie eine Kamera, die im Burst-Modus mit fünf oder mehr Bildern pro Sekunde aufnehmen kann. Wenn Sie es mit Sportlern und Fahrzeugen mit hoher Geschwindigkeit zu tun haben, dann brauchen Sie eine Kamera, die mit 10 Bildern pro Sekunde aufnehmen kann. Die Möglichkeit, mit kurzen Verschlusszeiten und einem schnellen automatischen Fokus zu arbeiten, ist auch bei Aufnahmen von Dingen, die sich bewegen, von großem Vorteil. Für die Aufnahme von sich schnell bewegenden Objekten ist eine Systemkamera oder eine Spiegelreflexkamera mit einem starken Objektiv eine gute Lösung. machinevisionkamera.de